Kornelkirsche

Die Kornelkirsche ist, auch wenn sie so heißt, keine Kirsche, sondern gehört zur großen Familie der Hartriegelgewächse, botanisch: Cornus.

Ihr deutscher Name ist von ihrer Frucht abgeleitet, die im Aussehen der Kirsche ähnelt, allerdings erst im Spätsommer reift und eher herb bis sauer schmeckt.

Kornelkirschen sind heimische Wildgehölze, die in der freien Natur vorwiegend an Waldrändern und in Gebüschen zu finden sind. Dort können sie eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen und im Alter auch genauso breit werden.

Sie ist ein äußerst wichtiges Gehölz für Bienen, Hummeln und Insekten, denn sie blüht oft schon im Februar, meist mehrere Wochen lang und ist damit eine der ersten Nahrungsquellen im beginnenden Frühjahr. Ihre gelben Blüten in kleinen kugeligen Dolden fallen besonders an trüben Spätwintertagen ins Auge.

Erst nach der Blüte erscheinen die frischgrünen, sehr charakteristischen ovalen Blätter. Im Laufe des Sommers färbt sich das Laub dunkelgrün und bildet damit einen schönen Hintergrund für die leuchten-roten Früchte ab August. Diese sind länglich-oval, etwa 2 cm groß mit einem Stein, ähnlich der echten Kirsche. Zur Aufhellung dunkler Gartenbereiche eignen sich die buntlaubigen Kornelkirschen oder auch die gelblaubige ‚Aurea‘.

Sie haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt und lassen sich sehr gut zu Mamelade verarbeiten, aber  auch zu Saft, Likör oder Edelbrand.

Wir führen folgende Auslesen:

Preisgruppe 1
Jolico
Reife zweite Septemberhälfte, Früchte oval, 2,5 – 3 cm lang, herb, erst bei Vollreife süß

Schönbrunner Gourmet Dirndl
Reife Anfang bis Mitte September, Früchte birnenförmig, 2,7 -3,5 cm lang, süßsauer

Kasanlaker
Reife Mitte August bis Anfang September, Früchte oval bis birnenförmig, 2,6 – 3 cm lang, süßsauer

Raipo
Reife August, Früchte rundlich, kleinfruchtig, hellrot, aromatisch, süßlich, für den Frischverzehr geeignet, mittelstark wachsend

Preisgruppe 2
Wydubieckij
Reife Mitte August bis Anfang September, Früchte oval bis birnenförmig, 3,1 – 3,5 cm lang, hoher Vitamin-C und Zuckergehalt, süßsauer, mittelstark wachsende Hybride (in den USA Red Star®), größtenteils selbstfruchtbar

Szafer
Reife Anfang September bis Mitte Oktober, Früchte tropfen- bis breit   birnenförmig, 2,5 – 3 cm lang, höchster Vitamin-C und Zuckergehalt, schwarzrot, auch für den Rohgenuss geeignet, mäßig stark wachsende Sorte

Juliusz
Reife Ende August bis Mitte September, Früchte fast kugelig, 2,5 cm lang, stark wachsende Sorte

Korrallowyi Marka
Reife Mitte August, Früchte oval, nach unten verschmälert, leicht gerippt, 2,6 cm lang, wahrscheinlich schmackhafteste ukrainische Sorte

 

Kornelkirschen gibt es außerdem als Laubsorten mit verschieden gefärbtem Laub, wodurch sie gleich ins Auge springen.

Im Garten kann Cornus mas, so der botanische Name, vielfältig verwendet werden: als Solitärstrauch in Einzelstellung, als frühblühender Zierstrauch neben anderen Gartengehölzen , als geschnittene Hecke, als Formgehölz oder auch als Hausbaum.

Die Ansprüche an den Standort oder den Boden sind bescheiden, Cornus mas steht zwar gerne an einem sonnigen Plätzchen, wächst aber auch noch im Schatten und gibt sich mit jedem Gartenboden zufrieden. Er blüht und trägt selbst noch in der geschnittene Hecke; ist absolut frosthart und robust, verträgt auch Hitze- und Trockenperioden, ist sehr schnittverträglich und gesund. Eine Pflanze, die auch für ungeübte Gartenfreunde empfehlenswert ist.

Empfindlich reagiert er auf mineralische Düngemittel und chemische Pflanzenschuzmittel. Darum wächst er auch besonders gut in Bio-Baumschulen!

Wo und in welcher Form die Kornelkirsche auch steht, sie ist immer von hohem Zierwert und dient der heimischen Tierwelt als Nähr – und Nistgehölz.

So ist sie nicht nur schön, sondern auch ökologisch sehr wertvoll.

Sie sollte in keinem Garten fehlen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist das Wildobstbuch von Helmut Pirc.